Woher kommt das RAL-Farbsystem?

Posted by admin on March 10, 2016

Sicher haben Sie die Abkürzung RAL schon irgendwo einmal gesehen. Vielleicht wenn Sie hie und da mit Bildbearbeitungsprogrammen am Computer arbeiten. Anders als bei der Abkürzung RGB-Palette (Rot Gelb Blau) leitet sich bei RAL der Name nicht von den Farben ab, auf denen es basiert, sondern es ist die Abkürzung für „Reichs-Ausschuss für Lieferbedingungen“, das im Jahr 1925 in Berlin gegründet wurde und der Rationalisierung der deutschen Wirtschaft diente. Bei RAL-Farben handelt es sich um „normierte Farben“, welche die RAL GmbH unter dem Namen RAL Classic vertreibt.

Jede Farbe dieses RAL-Farbkatalogs trägt eine 4-stellige Nummer, die der Farbe zugeordnet ist. Derzeit gibt es etwas über 200 dieser katalogisierten und normierten Farben.

Wozu dient der RAL-Katalog?

Stellen Sie sich vor, sie benötigen einen Lack, um einen kleinen Kratzer am Auto auszubessern. Nun könnten Sie zweierlei Wege einschlagen: Den Gang zum Autohändler bzw. Ihrer Garage des Vertrauens oder den Weg zum Lackhändler, der RAL-Lacke vertreibt. Gleiches gilt beim Malen von Wänden und Fassaden, wobei Weiss hier naturgemäss im Vordergrund steht. Der bekannteste Farbton ist in diesem Zusammenhang übrigens RAL9010 – Reinweiss.

Die Farbpalette zeigt Ihnen die Sammlung aller Farben. Wenn Sie den Farbcode kennen, können Sie damit – egal wo auf der Welt – mit diesem RAL-Code entsprechend die Farbe oder den Lack im richtigen Farbton kaufen.

Was macht den RAL-Katalog so besonders?

Damit eine Farbe in diesen Katalog aufgenommen wird, muss sie mehreren Kriterien entsprechen. Sie muss zeitlos sein und einem übergeordneten öffentlichen Interesse unterliegen. Zudem ist es notwendig, dass sie umweltschonend herstellbar und witterungsbeständig sein. Doch damit nicht genug. Zudem ist es erforderlich, dass sie eine hohe Deckkraft hat und sich farblich deutlich von bereits bestehenden Farben des Katalogs unterscheidet.

Die Einteilung der Farbsammlung mag etwas willkürlich erscheinen, doch es steckt durchaus ein gewisses System dahinter. Die Einteilung erfolgt nach deren Grundfarben. Es gibt zudem eine Unterteilung in matte und glänzende Farben. Also alles in allem eine runde Sache, wenn es um eine global gültige Farbskala geht.

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