Qualitätsstufen von Gipsverputz

Posted by admin on January 20, 2017

Wir, das Malergeschäft Schweizer Söhne, die wir das Handwerk „Malen und Gipsen“ professionell betreiben, unterscheiden zwischen unterschiedlichen Qualitätsstufen, wenn es um Gipsverputz geht. Damit auch Sie als Kunde wissen, warum es nicht ausreicht, einen Auftrag für „Weissputz zum Streichen / Tapezieren“ zu vergeben, wollen wir die feinen Unterschiede kurz für Sie illustrieren. Denn diese Abstufungen bedeuten auch Preisunterschiede, die für Laien nur schwer verständlich sind. Dabei handelt es sich beim „geglätteten Weissputz“ um die in der Schweiz am häufigsten bestellte Form des Verputzens. Wir versuchen hier deshalb, ein wenig Fachwissen für Sie aufzubereiten.

Beginnen wir mit Qualitätsstufe 1, geglättet

Werden vom Kunden keine Anforderungen bezüglich Optik, Ebenheit und Putzdicke gestellt, weil es der jeweilige Raum schlichtweg nicht erfordert, kommt diese Qualitätsstufe zum Einsatz. Bei dieser Ausführungsart sind Bearbeitungsspuren sichtbar, Schwindrisse oder Fugeneinfall durch die Trocknung sind nicht ganz auszuschliessen.

Qualitätsstufe 2, geglättet

Möchten Sie „Standardqualität“ beim Verputz von Wand- und Deckenflächen, so sollten Sie Qualitätsstufe 2 beauftragen (abgekürzt Q2, geglättet). Diese ist für Deckputze mit einer Körnung über 1,0 mm geeignet, sowie für mittel- bis grobstrukturierte Wandbekleidungen wie Raufasertapeten mit Körnung RM oder RG, sowie matte, gefüllte (quarzgefüllte Dispersions-) Beschichtungen und Anstriche, die mit einer langflorigen Farbrolle oder einer Strukturrolle aufgetragen werden.
Im Unterschied zu Q1 ist Q2 bereits merklich glatter. Abzeichnungen wie Traufelstriche oder Schatten bei Streiflicht treten bei dieser Qualitätsstufe noch auf.
Es handelt sich um eine einlagig geglättete Putzausführung mit Gipsputzen oder gipshaltigen Putzen. Nach dem Auftragen der Masse erfolgen ein Abziehen und das Ausrichten, dann das Glätten des nicht abgebundenen Gipsmörtels, wobei für den letzten Schritt eine geeignete Putzglätte oder Spachtelmasse aufgetragen werden kann.

Qualitätsstufe 3, geglättet

Hierbei handelt es sich um die nächste Qualitätsstufe, die bereits alle Schritte von Q2 beinhaltet. Zusätzlich wird die gesamte Putzoberfläche mit einem Glättputzauftrag oder einem Glättgang überarbeitet.
Weil diese Qualitätsstufe noch glatter ist, ist sie für Deckputze der Körnung kleiner als 1,0 mm geeignet. Oder für fein strukturierte Wandbekleidungen, Raufasertapeten mit Körnung RF oder auch für matte, fein strukturierte Anstriche und Beschichtungen.
Q3 schliesst Bearbeitungsspuren wie Traufelstriche nahezu aus, Streiflicht macht allerdings nach wie vor einzelne Schatten sichtbar, wenngleich der Unterschied zu Q2 ein deutlicher ist.

Qualitätsstufe 4, geglättet

Dies ist eine weitere Steigerung, beinhaltet alle Schritte von Q3 und eine zusätzliche Überarbeitung der Oberfläche mit einem geeigneten Spachtel- oder Glättputzmaterial. Dadurch wird eine Qualität erreicht, die für glatte Wandbekleidungen und Beschichtungen mit Glanz, wie Metall-, Vinyl- oder Seitentapeten geeignet ist. Im Weiteren können auch Lasuren oder Beschichtungen bis zum mittleren Glanz, Spachtel- und Glättetechniken verwendet werden. Bei Q4 sind die Abzeichnungen aller Art so gut wie ausgeschlossen. Nur absolute Schattenfreiheit bei Streiflicht kann nicht zu 100% ausgeschlossen werden.

Die Qual der Wahl – welche Qualitätsstufe brauchen Sie?

Wählen Sie die für Sie passende Qualitätsstufe anhand der Belichtungs- und Beleuchtungsverhältnisse, wie diese am Ende sein werden. Eine zu geringe Qualitätsstufe sieht im Nachhinein nicht sonderlich gut aus. Ein nachträgliches Nachbessern ist möglich und manchmal leider auch erforderlich. Kontaktieren Sie unser Fachpersonal. Wir, die Firma Schweizer Söhne, beraten Sie gerne umfassend und helfen Ihnen, die richtige Wahl zu treffen.

±